


Kurz und knapp: die beste Zeit meines Lebens. Die beste Entscheidung meines Lebens.
Ich bin nicht als anderer Mensch wiedergekommen. Ich habe nicht zu Gott gefunden und werde nicht alles kündigen, um als Vagabundin zu leben.
Aber ich habe wieder Versionen von mir kennenlernen dürfen, die ich sehr liebe. Ich habe mich mal wieder selbst an die Hand genommen und mich selbst mal wieder in den Arm genommen. Ich war lieb zu mir und dafür habe ich nichts gebraucht, außer Zeit.
Ich glaube, dass es nicht ganz egal ist, ob man nun den Jakobsweg läuft oder von hier nach Hannover latscht. Erstmal ist der Weg vermutlich nicht so schön und dann trifft man dort glaube ich auch nicht die Art von Menschen, die ich getroffen habe.
Für mich war es auf jeden Fall wichtig, meine Komfortzone rundum Essen, Sprache, Erreichbarkeit etc. zu verlassen.
Mein Rucksack war genau richtig gepackt. Das einzige, was ich nicht benutzt habe, war mein Mehrfachstecker, ein Sonnenhut und ein UV-Hemd. Trotzdem würde ich alles wieder genau so mitnehmen.
Mein Körper, auf den ich so oft schimpfe, hat mir gezeigt, wozu er in der Lage ist. Er hat mir gezeigt, dass er für mich da ist, wenn es darauf ankommt und was er leisten kann. Daran werde ich denken, wenn ich mich das nächste mal voller Selbsthass im Spiegel betrachte.
Mein wirrer Kopf hat mir gezeigt, dass er eigentlich durchaus in der Lage ist, Dinge zu verbessern statt sie kaputt zu denken. Wenn ich ihm den Raum dafür lasse und ihm die nötige Energie dafür schenke.
Und nach Hause kommen hat mir gezeigt, dass ich genau hier richtig bin.
Es ist gut so wie es ist.
Und was zukünftig nicht gut ist, werde ich verbessern.
Was ich brauche, werde ich mir holen und mir geben.
Was ich nicht mehr brauche und nicht mehr will, werde ich loslassen.
Mein Leben ist wertvoll.